Bärlauch Pesto, vegan
Bärlauch wächst in unserem Garten geradezu epidemisch. Damit kann eine sehr delikate Pesto zubereitet werden, und dies ganz ohne Bedenken, denn der Bärlauch wird auf 200 Grad Celsius erhitzt. Nebst der Reinigung wird sein Geschmack dadurch noch verfeinert. Hier das Rezept.
Zutaten für die Pesto
50-60 g frische Bärlauchblätter, gewaschen & trockengetupft, und 4-5 mal quer durchgeschnitten
5 EL Rapsöl
Backofen mit Umluft auf 200 Grad Celsius vorheizen. Die Bärlauchblätter auf ein mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen und das Rapsöl darüberträufeln. Für 4 Minuten im Ofen rösten. Die Blätter sollten knusprig werden, dürfen aber nicht zu dunkel geröstet werden.
1 dl Rapsöl
2-3 Knoblauchzehen, gepresst
1/2 Biozitrone, Saft
30 g Pinienkerne
30 g Baumnüsse
3 EL gemahlene Mandeln
Salz und Pfeffer zum Abschmecken
Alles in einem Mixer fein pürieren, dann den Bärlauch dazugeben, und nochmals gut mixen, sodass eine feine Pesto entsteht. Ev. nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Bananen Puri – Indisches Fladenbrot
Bananen-Puris schmecken ganz ausgezeichnet zu Mango- oder Apfelchutney. Wir haben sie heute mit Mango-Chutney und Blumenkohlcurry gegessen, sehr delikat! Der Chayennepfeffer gibt diesem Fladenbrot den Pfiff.
Zutaten
300 g Dinkelruchmelhl
50 g Kichererbsenmehl
1/2 TL Cayennepfeffer
1TL Kurkuma, gem.
1 TL Kreuzkümmel, ganz
1TL Salz
alle trockenen Zutaten gut vermengen. Dann 1 EL Erdnussöl beigeben, und gut einarbeiten.
2 reife Bananen zerdrücken, und mit 2 EL Rohrzucker vermischen. Mit dem Mehl und ev. etwas Wasser zu einem weichen Teig kneten. 15 Minuten ruhen lassen.
12 Kugeln aus dem Teig formen, und zu flachen Fladen von etwa 12-15 cm Durchmesser auswallen. In einer Bratpfanne Erdnussöl heiss werden lassen. Die Puris auf beiden Seiten im Öl goldbraun frittieren.
Neues orientalisches Kochbuch für Veganer
Kürzlich habe ich bei amazon ein Kochbuch entdeckt, mit veganen orientalischen Rezepten:
Orient trifft vegan, Serayi, Grüner Sinn Verlag 2021, 2. Auflage
Das Buch umfasst knapp 200 Seiten, und ist inhaltlich und optisch gut aufgemacht. In der Einleitung erzählt die Autorin von ihrer Motivation, dieses Buch zu schreiben. Hier gibt sie auch praktische Tipps, was einzukaufen ist, bevor die Rezepte nachgekocht werden können. Auf Seite 25 ist sogar ein „Einkaufszettel“ zu finden. Mit den türkischen Namen, und einer deutschen Beschreibung. Besonders fasziniert hat mich das Gewürz „Kuzu Baharati“, von dem die Autorin so schwärmt. Leider ist es schwer zu finden. Zu meiner grossen Überraschung befindet es sich bereits in meiner orientalischen Gewürzesammlung, unter dem Namen „Baharat“. Eine sehr gute Mischung verkauft Gewürze Meyer, bei dem es auch weitere feine Gewürze gibt. Die Autorin hat übrigens einen Shop eingerichtet, wo man auch alles Nötige erwerben kann.
Die Rezepte sind in 5 Abschnitte gegliedert, Vorspeisen, Hauptgerichte, Kindheitsessen, Desserts und Getränke. Obwohl ich ja schon etliche orientalische Kochbücher besitze, finde ich in diesem Kochbuch fast ausschliesslich neue Rezepte. Zu jedem Rezept gibt es ein Bild, eine Zutatenliste und eine Step-by-Step Beschreibung. Alles sehr schön und übersichtlich gestaltet.
Hier einige Rezepte, die ich ausprobiert habe: Frittierte Auberginen mit Maismehl, knuspriger Fladen mit Lauchpaste und Karottenkuchen.
Die Rezepte sind lecker, aber nicht so raffiniert und köstlich, wie die Rezepte aus meinen anderen orientalischen Kochbüchern, z.B von Salma Hage oder Ghillie Basan, siehe hier.
Veganuary 2. Anlauf
Wie letztes Jahr schon, habe ich auch dieses Jahr beim Veganuary mitgemacht. 2020 hatte ich noch Probleme, eine akzeptable vegane Alternative für die Milch im Kaffee zu finden (siehe Beitrag vom 10. Februar 2020, Fazit Veganuary). Nun habe ich gleich 2 gute Produkte entdeckt: Der Kokos Drink von Migros hat einen wenig aufdringlichen Geschmack. Die Mandelmilch ohne Zucker von Provamel schmeckt nur minim nach Mandeln, ist also auch mild im Geschmack. Bei der Mandelmilch anderer Produzenten hat mich der starke Mandelgeschmack gestört. Beide Produkte machen den Kaffee schön cremig. Da bin ich voll zufrieden.
Ansonsten ist alles einfach wunderbar. Werde nun vorerst beim veganen Essen bleiben. Mit diesen bereits vorgestellten Kochbüchern isst man göttlich gut vegan:
„einfach vegan“ von Roland Rauter;
„Villa Vegana“ von Miriam Spann und Jens Schmitt;
„Vegetarische Tajines & Couscous“ von Ghillie Basan;
„Orient köstlich vegetarisch“ von Salma Hage, und
„Veggiestan“ von Sally Butcher
Bei den drei orientalischen Kochbüchern wird in wenigen Rezepten mit Ei gekocht. Das kann eventuell durch Ei-Ersatz oder Aquafaba ersetzt werden. Wenige Rezepte sind auch mit Käse, die fallen halt dann für strikte Leute aus …
Gulab Jamum Apfel Auflauf
Dieser Auflauf ist schnell hergestellt und schmeckt himmlisch gut. Der Teig harmoniert perfekt mit den Äpfeln, die dem ganzen eine wunderbar fruchtige Note geben. Das Rezept langt für eine quadratische Auflaufform von ca 22 cm Seitenlänge.
Teig:
130 g Vollmilchpulver
35 g Mehl
1 EL Weizengriess
1 Pck Vanillezucker
1/2 Biozitrone, abgeriebene Schale
3 EL Zucker
1/2 TL Backpulver
Alle Zutaten vermischen, und soviel Milch einrühren, dass ein dicklicher Rührteig entsteht.
Ofen auf 180 Grad Umluft vorheizen.
2-3 süssliche Äpfel vierteln, schälen, Kerngehäuse rausnehmen, und in Scheiben schneiden. Apfelscheiben in den Teig geben, und gut vermischen. Den Teig in die mit Butter gefettete Backform füllen. Auf dem Teig etwa 60 g Butter in Flocken gleichmässig verteilen und 3 EL groben Rohzucker darüberstreuen. Für 20 Minuten im Ofen goldgelb backen.
Cantuccini vegani – che buonissimo !
Ich bin ein grosser Fan von Cantuccini. Leider wusste ich bisher nicht, wie ich das geliebte Gebäck ohne Eier hinbekommen soll. Aber die Entdeckung von Aquafaba hat einiges möglich gemacht. Auch die vegane Zubereitung dieser Leckerei aus Bella Italia.
120 ml Aquafaba (Kochflüssigkeit Kichererbsen aus der Dose)
200 g Zucker
320 g Mehl
1/4 TL Backpulver
1 Messerspitze Natron
3 TL Eiersatzpulver
1 Bio-Zitrone, abgeriebene Schale
1 TL Vanillezucker
1 Prise Salz
125 g Mandeln, ganz
50 Pistazien, ungesalzen, ganz
Backofen auf 200 Grad Celsius vorheizen. Mandeln auf ein Backblech geben, und 7-10 Minuten lang in der Mitte des Ofens rösten. Nicht zu dunkel werden lassen. Bevor die Mandeln zum Teig kommen sollten sie etwas abgekühlt sein.
Aquafaba mit dem elektrischen Schwingbesen mindestens 5 Minuten lang luftig aufschlagen. Die Masse hat danach die Konsistenz von Eischnee. In etwa 6-8 Portionen den Zucker nach und nach beigeben, dabei immer weiterschlagen.
Mehl, Backpulver, Natron, Eiersatzpulver, Zitronenabrieb, Vanillezucker und Salz mischen. Nüsse dazugeben und vermischen. Aquafabaschnee unterheben. Es entsteht ein relativ fester Teig. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Papier gut mit Mehl bestreuen. Teig halbieren, und beide Portionen nebeneinander auf das Blech legen. Längliche Laibe (wie Baguette) von circa 3 cm Durchmesser formen. Ofentemperatur auf 190 Grad reduzieren und die Cantuccini 20 Minuten lang ein erstes mal backen.
Die Laibe etwas abkühlen lassen. Dann schräg in 1.5 cm dicke Scheiben schneiden. Diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen.
Ofentemperatur auf 150 Grad senken. Die Cantuccini ein zweites mal etwa 15 Minuten lang backen.

Luftiger Biskuittortenboden ohne Ei
Zutaten (für eine runde Backform mit 20 cm Durchmesser):
120 ml Aquafaba, das ist das Kochwasser von eingemachten Kichererbsen, zB aus der Dose / Glas, ca. 350g Füllgewicht ; Alternativ: 2 Portionen „Mein Ei-Ersatz“ von Biovegan
90 g Zucker
70 g Mehl
30 g Speisestärke
1 TL Backpulver
Ofen auf 185 Grad Celsius vorheizen. Aquafaba mit dem elektrischen Schwingbesen mindestens 5 Minuten lang luftig aufschlagen. Die Masse hat danach die Konsistenz von Eischnee. In etwa 6-8 Portionen den Zucker nach und nach beigeben, dabei immer weiterschlagen.
Mehl, Stärke und Backpulver in einer Schüssel vermischen. Aquafaba-Schnee vorsichtig darunter heben. Den Boden der Backform mit Backpapier auslegen. Teig einfüllen und 20 Minuten im unteren Ofenteil backen. Stäbchenprobe. Aus der Form nehmen, und auf einem Gitter auskühlen lassen.
Ein tolles Rezept für den Belag des Tortenbodens findest Du im Zungenzirkus. Einfach genial lecker, und wunderschön anzusehen. Und dort sind auch prima Anleitungen & Rezepte zu finden, wie diverse Cremen mit AgarAgar anstelle von Gelatine zubereitet werden.
Ribiselkuchen mit Eischnee

Diesen Kuchen kenne ich – bis auf den veganen „Eischnee“ – von meiner österreichischen Freundin Erika, die unglaublich gut kochen und backen konnte. Sehr delikat. Hier das lacto-vegi bzw. vegane Rezept.
Teig:
100 g Butter kalt, in Stücken (Vegan: Margerine kalt, oder Kokosfett, das an Raffel fein gerieben wird)
160 g Mehl
1/2 Portion Eiersatz
15 g Zucker
Alle Teigzutaten zu einem weichen Mürbeteig kneten (vegane Variante: ev. etwas Wasser zugeben). Ca 1/2 Stunde in den Kühlschrank stellen.
Belag:
150 g rote Johannisbeeren (Ribisel)
100g Puderzucker
„Eischnee“
120 ml Aquafaba (Kochwasser von gekochten Kichererbsen, zB aus der Dose oder dem Glas)
100 g Puderzucker
Ribisel waschen und Beeren abzupfen. Mit dem Puderzucker vermischen.
Backofen mit Umluft auf 120 Grad Celsius vorheizen.
Aquafaba mit dem Schneebesen ca. 5 Minuten lang luftig aufschlagen. Die Masse wird etwa so fest wie Eischnee. Dann den Puderzucker nach und nach in etwa 6-8 Portionen zugeben, und immer weiterschlagen. Die Masse wird ev. etwas flüssiger.
Teig aus dem Kühlschrank holen. Etwa 3 mm dick rechteckig auswallen, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Ribiselmasse darauf verteilen. Dann den Eischnee.
Kuchen ca 60 Minuten im unteren Teil des Ofens backen. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.
Arabisches Gebäck mit Zitronengeschmack – Mafisch

Diese Gebäck macht süchtig – sooooo lecker ! Die arabische Variante von Schweinsöhrchen 🙂 Ist einfach zum Herstellen und gelingt leicht.
Teig:
1 Pck. Trockenhefe (7-8g)
1 TL Zucker
60 ml lauwarmes Wasser
Hefe und Zucker im Wasser mischen und stehen lassen, bis es Blasen bildet.
175 g Butter, geschmolzen
150 ml Griechischer Joghurt, nature
1 Bio-Zitrone, abgeriebene Schale
1 Portion Ei-Ersatz
Butter, Joghurt, Ei-Ersatz und Zitronenschale mit einem Schwingbesen verquirlen.
340g Weissmehl
Mehl mit der Flüssigkeit mit Hilfe eines Esslöffels vermischen. Es sollte ein weicher Hefeteig entstehen. Teig halbieren, und in Frischhaltefolie einwickeln. Im Kühlschrank ca 2 Stunden ruhen lassen.
Fertigstellung:
Ca 100 g Zucker abwägen.
Teig aus dem Kühlschrank nehmen und 10 Minuten stehen lassen. Backofen auf 180 Grad vorheizen. Teig auf etwas Zucker 3 mm dick rechteckig auswallen. Mit Zucker gleichmässig bestreuen. Einmal falten und wieder ca 3 mm dick auswallen. Vorgang mit zuckern, falten und auswallen noch 2x wiederholen. Dann den Teig in etwa 2 x 8 cm lange Rechtecke schneiden. Jedes Rechteck ein paar mal verdrillen, und die Rolle auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. So mit dem ganzen Teig verfahren. Etwa 17-20 Minuten in der Mitte des Backofens backen, bis die Mafisch goldenfarben sind.
Vegane chinesische Hefeteigtaschen
Diese gedämpften Hefeteigtaschen sind einfach wahnsinnig lecker. Der Cayennepfeffer gibt ihnen eine prima Würze. Das Rezept ist für Fans von Shiitake-Pilzen ein Must. In der Anleitung erkläre ich, wie das Dämpfen auch ohne einen speziellen Korb gelingt.
Wie alle besonders leckeren Rezepte braucht die Zubereitung halt etwas Zeit und Geduld 🙂
PS: die Rezepte-Karte meiner WordPress-Seite funktioniert nicht mehr. Keine Ahnung warum. Notfallmässig schreibe ich das Rezept nun halt so auf. Sorry…
Teig:
250g Halbweissmehl
ca 1/4 Liter lauwarmes Wasser
1/4 Hefewürfel (10g)
Alle Zutaten mit der Knetmaschine zu einem elastischen Teig kneten. Ev. etwas mehr Wasser beifügen, der Teig soll nicht zu trocken sein. An einem warmen Ort ca 1 Stunde aufgehen lassen.
Füllung:
100 g frische Shiitake Pilze, geviertelt
2 TL asiatisches Sesamöl
2 kleine Frühlingszwiebeln, in Streifen geschnitten
1 Knoblauchzehe, gepresst
1 TL frischer Ingwer, gerieben
1 EL Soyasauce
1/4 TL Cayennepfeffer
Pilze im Öl kurz weich dünsten. Mit den anderen Zutaten im Mixer zu einer nicht ganz feinen Masse pürrieren.

Fertigstellen:
Hefeteig in 16 gleich grosse Stücke aufteilen. Jedes Stück auf wenig Mehl kreisrund auswallen (Durchmesser etwa 9 cm). Auf jedes Teigstück ca 1 TL Füllung geben. Dann den Kreisrand nach oben zusammenfügen, sodass ein Tasche entsteht (siehe Bild). Jede Teigtasche in wenig Öl tauchen, sodass der Boden der Tasche fettig ist. Dann in einen weiten flachen Seiher (Edelstahl oder Alu) setzen. Zwischen den Taschen Platz lassen, sie gehen noch auf. In einem weiten Topf Wasser zum sieden bringen. Seiher darauf setzen (der darf nicht bis ins Wasser eintauchen, sondern soll nur im Dampf „sitzen“), und einen Deckel auflegen. Die Taschen so im Dampf 6 Minuten lang garen. Mit süsssaurer scharfer Chilisauce servieren.
Zum Garen kann natürlich auch ein Dampfkorb verwendet werden.


